… und pack das Handy weg!

Naa, wer hat den Satz schonmal gehört? Ich definitiv mehr als einmal.

Auf der einen Seite ist das natürlich so ein Instagram-Ding. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass ich im Moment des Foto-Schießens das in erster Linie für mich selbst mache. Ich möchte den Moment festhalten, möchte mir immer wieder ansehen können, wie schön, süß, faszinierend, begeisternd oder erstaunlich diese oder jene Situation war. Es ist im Prinzip eine Art Sammelleidenschaft. Ich vergleiche das mal mit einem Briefmarkensammler, weil das für mich irgendwie das Gesicht aller Sammler darstellt. Warum klebt dieser sich die Briefmarken ein? Er könnte sie ja schließlich auch in einer Kiste horten?! Er möchte sie ansehen können. Sie präsentieren und zeigen können.

 

Ich zücke aber definitiv zu oft das Handy.

Aber es ist so einfach, so schnell gemacht und eben immer da. Ich komme gar nicht in die Verlegenheit, nachzudenken. Zack, ein Foto. So schnell geht das.

Man sollte meinen, das hänge bei mir mit Instagram zusammen. Diese kleine App, die mir so viel Spaß macht ist ja nicht jedermanns Sache. Es ist tatsächlich ein großes Hobbie geworden, genau wie diese Seite hier, vielleicht noch etwas mehr, da ich dort bereits so viele wunderbare Menschen kennengelernt habe.

Es ist aber nicht ausschließlich ein Instagram-Dingen. Mein Freund hat ohne soziale Netzwerke das Handy genau so oft in der Hand! Das geht bei den meisten Leuten schon ein bisschen in Richtung Sucht. Denn die Meisten kennen dieses nervöse Suchen nach dem Handy, wenn es wiedermal irgendwo „verschollen“ ist. Das Kramen in der Handtasche, das mit einem Raucher, dessen Feuerzeug nicht klappt vergleichbar ist.

„Pack doch mal das Handy weg und genieße den Moment!“

An diesem Satz ist schon etwas was dran.  Das merke ich schon, denn sonst würde er mich nicht beschäftigen. Und Fotos öffentlich mit den eigenen Gedanken im Internet zu zeigen ist auch nochmal etwas anderes, als wenn jemand einfach gerne Clash of Clans spielt.

Abgesehen davon ist es eben die Zeit. Verfügbar sein, schauen, was so los ist, sich informieren, alles googeln, shoppen, FaceTime mit Oma, Videos in den Family-Chat stellen, mal eben was nachfragen. Das Handy ist mein Freund und Feind. Ich fühle mich nackt ohne. Ich drehe noch einmal um, wenn ich es zu Hause vergessen hab, denn was ist, wenn ich eine Panne habe?

Ich habe viel darüber nachgedacht und möchte etwas ändern, ich möchte etwas unabhängiger von diesem Ding sein. Und ich will Elisa auch nicht dieses „Am Handy hängen“ vorleben. Doch wie geht das, wenn das Handy schon so Teil des Alltags ist? Experten raten zu Handyfreien Zeiten. Ich poste oder schreibe Blogbeiträge schon länger nur noch, wenn Elisa schläft. Morgens und eventuell Abends noch einmal.

Nun habe ich mir vorgenommen, auf Ausflügen nur noch die Kamera zu nutzen, für ein paar richtig schöne Fotos. Am Esstisch möchte ich auch kein Handy mehr in Reichweite und in Elisas Zimmer hat es eigentlich auch nichts zu suchen.

Immerhin ein Anfang!

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