Ich bin gespannt. Soo gespannt!  Ich habe bald die Orientierungswoche in der Uni. Das heißt, morgens Programm, Abends Programm. Da ich in der Stadt eine Freundin habe, wurde mir angeboten, dort zu übernachten.
Zuerst dachte ich: „was für ein Quatsch! Ich lasse Elisa doch nicht 5 Tage alleine!“.  Mir erschien dieser Vorschlag unsinnig und kam zunächst nicht in Frage.

Jetzt habe ich mich doch dazu entschlossen. 5 Tage Metime. Nur ich, wie früher. Ich schwanke zwischen Selbstvorwürfen und Freude auf die Zeit. Ich glaube aber, dass das uns allen gut tut.

Elisas Papa war noch nie so lange mit ihr alleine und weiß deswegen nicht, wieviel Arbeit ein Kleinkind den ganzem Tag so macht. Er ist der Meinung, er hat den harten (Büro-) Job und ich würde den ganzen Tag zu Hause chillen. Nun ist es aber so, dass ich auch einen Bürojob hatte. Ganz ähnlich dem seinen, vielleicht noch etwas stressiger, da ich mit Kunden im direkten Kontakt stand und er eben nur über das Telefon. Somit kann ich das vergleichen! Und somit kann ich ganz deutlich sagen: Der ganze Tag mit meinem wundervollen, lieben, unglaublich braven Kind ist WESENTLICH anstrengender, als ein Bürojob. Und auch wenn sie zwischendurch einen Mittagsschlaf hält und auch wenn sie sich ab und zu mit sich selbst beschäftigen kann hat dieses „Hausfrau und Mutter“-Sein einen ganz anderen Anspruch als der Job, den ich vorher hatte.

Ich bin sehr froh, dass er diese Erfahrung machen wird und freue mich auch, mal rauszukommen.

Jetzt habe ich aber von einer Bekannten gehört „ich wäre noch garnicht dazu bereit, 5 Tage ohne mein Baby zu sein!“.

Bin ich eine Rabenmutter weil das für mich infrage kommt? Natürlich kann es sein, dass ich schon am Abend wieder nach Hause will, es kann auch sein, dass das erst nach 2 Tagen passiert, aber so sieht gerade mein Plan aus und ich bin fest davon überzeugt, dass ich danach mit mehr Energie in das neue Leben als Mama, Hausfrau und Studentin starten kann.

Die letzten Wochen waren anstrengend! So sehr hab ich mir gewünscht, dass sie läuft und es dann doch manchmal verflucht, dass sie so früh damit anfing. Sie räumt jede Schublade in Lichtgeschwindigkeit aus, fällt dann über die Sachen, findet in einem penibel Kindersicher gemachten Haus jede noch so gut versteckte Gefahrenquelle. Und sie ist eine Zicke! Eine waschechte Zicke. Mit allem drum und dran. Genau so liebe ich sie. Jeden Charakterzug. Aber ich bin auch müde! Und außerdem Alltagsblind. Jeden Tag ziehe ich das entsprechende Programm durch, damit alles irgendwie läuft und sie ihren gewohnten Ablauf hat. Damit bloß nichts unerwartetes passiert. Das fiel mir erst gar nicht so auf, weil die Tage mit Kindern ja nunmal unglaublich schnell vorübergehen. Darüber denke ich die letzte Zeit aber öfters nach.

Wie ist es bei euch? Wart ihr schin von euren Kindern ein paar Tage getrennt? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Und kennr vielleicht noch jemand diese Alltagsblindheit? Die ist ja nicht nur für das Kind etwas frustrierend… Ich werde euch auf jeden Fall berichten, wie das so gelaufen ist und was sich dadurch eventuell geändert haben wird.

 

2 Antworten auf „Mama ist dann mal ne Woche weg

  1. Ich finde es gut das du es mal machst, um den Papa die Möglichkeit zu geben es alles alleine schaffen zu müssen weil er es ja schaffen muss wenm du nicht da bist. 😊 Als ich dieses Jahr für 12 tage im Krankenhaus war musste mein Mann auch ran aber ohne die viele hilfe von den Omas wäre er maßlos überfordert gewesen und da ist er weder gekrabbelt noch gelaufen 😉 finde es gut das sie es mal sehen das Mama sein nicht so chillig ist wie sie oft mal denken. Lg Nina

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